Fotografie
Fotografie oder Photographie (altgriech. phos, photos, "Licht (der Himmelskörper)", "Helligkeit" und graphein, "zeichnen", "ritzen", "malen", "schreiben")
"Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann", so äußerte sich Nadar 1856.
In Deutschland ist "Fotograf" ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, daher ist die Berufsbezeichnung geschützt. Die Ausübung des Berufes im freiberuflichen Sinne ist auch Autodidakten erlaubt ohne die Berufsbezeichnung zu führen. Andere Begriffe wie Bildreporter, Bildjournalist, Bildberichterstatter, Fotoartist, Fotodesigner, Bildermacher oder nur Fotografie sind keine geschützten Bezeichnungen und werden überwiegend von Autodidakten genutzt.
Die Fotografie unterliegt einem komplexen Foto- und Bildrecht.
Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten! Heute erzielen z. B. Andreas Gurskys Fotografien auf dem internationalen Kunstmarkt Spitzenpreise: Im Februar 2007 zahlte jemand 3,3 Mio. US-Dollar für einen Abzug der Fotografie „99 Cent II Diptychon“, womit es zur teuersten Fotografie bis dato wurde.
Die Fotografie erlangte ihre Bedeutung als anerkannter Bereich der Kunstwissenschaft durch Fotokünstler wie Ansel Adams, Diane Arbus, Richard Avedon, Henri Cartier-Bresson, E. S. Curtis, August Sander, Otto Steinert, W. H. Talbot, Paul Wolff, Jacob Wothly etc. bis hin zu „Modernen“ wie Manfred Baumann, Andreas Gursky, Rafael Herlich, Walter E. Lautenbacher, Helmut Newton, Thomas Ruff, Jeff Wall und Gerhard Vormwald. Jeder dieser Fotografen bzw. Fotokünstler hat seine eigene Handschrift. Ihr persönlicher Stil und ihre Themen sind geprägt durch ihre Zeit und deren Strömungen.
Viele Fotografen oder Fotokünstler hatten sich erst der Malerei verschrieben. Manche sahen und sehen die Fotografie mehr als Handwerk denn als Kunstform. Doch die ständig gestiegene Zahl von Ausstellungen in hochrangigen Tempeln der Kunst (Werkbund-Ausstellung 1929, documenta 6, MoMa 1947 etc.) sowie der Aufbau fotografischer Sammlungen, Forschungsaktivitäten und Klassifizierung der Fotografie in Genres (Landschafts-, Akt-, Industrie-, Theaterfotografie und andere) führten dazu, dass heute die Fotografie eine voll akzeptierte Kunstform ist. Neben „Traditioneller“ Schwarz-Weiß-Fotographie entwickeln sich durch moderne Computer- und Bildtechnik immer neue Wirkungsfelder wie künstlerische Fotomontage, Computergrafik etc.
Silke Noltenhans sieht ihre Fotografie als Vorstufe für ihre Zeichnungen. Ihr Schwerpunkt sind Strukturen, Texturen und interessante Spuren aller Lebewesen in der Natur und künstlichen Welten. Meist findet die Künstlerin ihre Motive durch das Fokussieren in der Natur, selten inszeniert sie ihre Motive.
Titel: ohne Titel
Maße: nach Wahl
Fotografie
Zuletzt aktualisiert am 30.10.10

