Plastik / Skuptur

Plastik / Skulptur

Die Plastik in der Kunst ist dem französischen plastique (dt.: formbar) entlehnt.
Plastik und Skulptur sind untrennbar miteinander verknüpft. Beide Techniken erschaffen dreidimensionale Kunstwerke. Im Deutschen unterteilt man die Bildhauerei in „Skulptur“ als das Subtraktive, welches Material wie zum Beispiel Marmor, Sandstein oder Holz abträgt und „Plastik“ als das additive Arbeiten, welches Material wie zum Beispiel Ton, Wachs oder Gips anträgt. Neben der Vollplastik gibt es noch Hoch- und Flachrelief. Sie können mit Architektur und Baukunst verbunden sein. Selbstständige Plastiken stehen i. d. R. in städtebaulichem Bezug oder sind wohlüberlegter Teil von Parklandschaften. Hier knüpfen moderne (Raum-)Installationen und Land-Art an.


Die Plastik

Plastiken werden aus bild- oder formbaren Massen erstellt. Unter den Begriff „Mechanischer Verband“ fallen sämtliche Schweißtechniken, Verschraubungen, Vernietungen und ähnliche additive Methoden. Typische Materialien für Plastiken bzw. Körperlichkeiten sind Ton, Gips, Porzellan, Wachs und Plastilin. Aber auch Papier bzw. Papiermasse (Pulpe) allein oder in Kombination mit zuvor genannten Materialien sind für Skulpturen geeignet, so arbeitet jedenfalls Silke Noltenhans.
Plastiken entstehen auch durch das Gießen schmelzbarer oder aushärtender Stoffe aufgrund einer modellierten Urform: durch Guss aus Metall (Edel- und Buntmetalle) und Kunststoffen (Polyester- und Epoxydharze) sowie Gips und Beton.

Arbeitsschritte bis zur Gussplastik bzw. Skulptur:

  1. Der Modelleur/Plastiker formt die Urform.
  2. Der Former überträgt weiche Modelle in den stabileren Gipsabguss.
  3. a. Der (Stein-)Bildhauer überträgt die Form in dauerhaftes Material und vergrößert es bei Bedarf.
  4. b. Eine Alternative zu diesem Kopierprozess ist die Ausführung eines Modells durch den Abguss mit flüssigem Metall in der spezialisierten Gießerei.
  5. Der Ziseleur macht die Nacharbeiten.


Titel: Die Würfel sind gefallen - Der Untergang der Kulturen
Maße: cm x cm
Plastik: Papier, Gips, Holz, Acryl


Die Skulptur

Ursprünglich ist der „(Bild-)Hauer“ nur den „Skulpteur“ (Skulpturenmacher), aber der Begriff des „Modelleurs“ (Fertiger von Plastiken) ist in der Neuzeit darin aufgegangen. Eine Erweiterung erfuhr das bildhauerisch-plastische Arbeiten in der Moderne mit dem künstlerisch-kreativen Zusammenfügen ganz verschiedener Materialien in der Objektkunst. Die Methode der Assemblage ist hier hervorzuheben.

Plastiken und Skulpturen gehören von Anbeginn der menschlichen Kulturgeschichte bis heute zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Menschen dazu. Außergewöhnliche Bildhauer wie Phidias (5. Jh. v. Chr.), Niccolò Pisano (1205/07–1278), Michelangelo (1475–1564), Giovanni Lorenzo Bernini (1598–1680), Bertel Thorvaldsen (1770–1844), Henry Moore (1898–1986), Auguste Rodin (1840–1917), Ernst Barlach, (1870 - 1938), Alberto Giacometti (1901–1966), Richard Serra (* 1939), Niki de Saint Phalle (1930-2002), Tony Cragg (* 1949) und Viele mehr.

Ich beschäftige sich vor allem mit der Plastik. Neben dem handwerklichen Aspekt – der tatsächlich tätigen Hand – fördert die Dreidimensionalität meine Wahrnehmung, Vorstellungskraft und Kreativität. Raum- und Licht-Aspekte bekommen eine andere Qualität.

Das Modellieren schult die sensorischen Fähigkeiten durch Ertasten, Verformen und Zerteilen. Das Kneten, von z. B. Plastilin oder Ton, fördert die Motorik. Das Modellieren hat in Therapien bei Sprach- oder Motorikstörungen sowie rheumatischen Beschwerden ihren Platz gefunden.


Titel: Aus Feuer und Wasser geboren
Maße:
cm x cm
Plastik:
Holz, Gips, Mosaiksteine, Acryl




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